22.08.2025
Autor: BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven
Startup mit Expertise
„Wer soziale Medien erfolgreich nutzen will, muss etwas anders machen – und da kommen wir ins Spiel!“ So fassen Cameron Eyo und Laurin Bergner die Serviceleistung von STRAHLKRAFT Media zusammen. Beide studieren an der Hochschule Bremerhaven „Gründung – Innovation – Führung“ (GIF): ein in Deutschland einmaliger Studiengang, in dem sie nicht nur Seminare belegen, sondern auch ein eigenes Unternehmen auf die Beine stellen müssen. Für dieses Vorhaben bringt Cameron bereits starke Netzwerke in ihren Expertise-Bereichen Fotografie und Filmproduktion mit. Seit ihrem ersten Praktikum bei der Heinrich Rönner Gruppe hat die junge Bremerhavenerin zahlreiche Erfolgsprojekte abgeschlossen – etwa mit den Eisbären, WINDFORCE oder North Data. Für diverse Künstler erstellte sie Musikvideos, die auf Youtube viral gegangen sind.
Bei der Rekrutierung hilft Kreativität
Im Studium traf Cameron dann Laurin, der aus Reutlingen bei Stuttgart stammt. „Schwaben sind ja von Grund auf unternehmerisch“, bringt er seinen Lebenslauf mit trockenem Humor auf den Punkt. Sein Interesse am Recruitment entwickelte sich früh, als er seine Mutter bei der Personalbeschaffung für ihre neue Praxis unterstützte. Es folgten praktische Erfahrungen mit der Vermarktung neuester KI-Projekte. Deshalb kam ihm die Idee, ihr gemeinsames Startup STRAHLKRAFT auf die Seestadt auszurichten. „Bremerhaven sucht mehr Fachkräfte,“ skizziert er, „aber bisher erzählt niemand die Geschichten der lokalen Unternehmen. Da setzen wir an: Wir kehren das Gesicht der Firma nach außen.“
Digitale Schönheitskur für Firmen
Und das sieht so aus: Der Kunde beschreibt Story und Branding-Strategie für seine Firma, anschließend werden die Ziele für die Zusammenarbeit definiert. Für Filme und „Reels“, also Kurzvideos auf sozialen Medien, erstellt STRAHLKRAFT vorab ein Konzept sowie einen Shootingplan, gedreht wird meist am jeweiligen Firmenort mit ausgewählten Requisiten. Dazu kommt Viralmarketing, bei dem eine hohe Reichweite durch ungewöhnliche Botschaften erzielt wird. Für Laurin ist das kein Hexenwerk: „Man muss die Verhaltensmuster verstehen, wie Menschen auf Social Media reagieren“, beschreibt er, „und wissen, wie man Content mithilfe von Trends aufbaut.“ Auch Content Engineering sei ein wichtiger Service, weil durch Künstliche Intelligenz in Zukunft mehr Content in kürzerer Zeit produziert werden kann.
Die Zukunft ist „social“
Künftig wollen sie sich auf Kleinunternehmen in Bremerhaven spezialisieren, verrät Cameron: „Wir möchten unsere Kunden wirklich von Anfang bis Ende begleiten.“ Auch neue Mitarbeiter würden sie gern einstellen, zum Beispiel durch eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Studiengang Digitale Medienproduktion (DMP). Die Zukunftsaussichten für ihre Branche sehen sie positiv: „Social Media sind schon heute im Recruiting nicht mehr wegzudenken“, so Cameron. „KUs werden ohne sie an ihre Grenzen stoßen.“
Startup-Tipps
Von Cameron Eyo
„Die Ideenfindung für dein Unternehmen sollte dir nicht schwer von der Hand gehen, sondern eher auf der Hand liegen: Das, was du immer machen wolltest, ist deine ‚Passion‘, die dich motiviert und zum Erfolg führt! Wenn du für dein Leben gern Kaffee trinkst, überleg‘ dir: Was geht da noch besser, wo kannst du beim Kaffeegenuss Mehrwert schaffen? Im nächsten Schritt solltest du offenbleiben, deine Strategien den Kunden anpassen – und nicht aufgeben!“
Von Laurin Bergner
„Zuhören ist eine wichtige Fertigkeit beim Gründen. Hör‘ zu, was die Leute wirklich brauchen, und biete das an, was andere nicht anbieten. Peter Thiel hat den Spruch geprägt ‚Wettbewerb ist was für Loser‘. Auch wenn das ein bisschen schroff klingt, ist etwas Wahres dran: Nachmachen ist einfach, Neumachen dagegen ist der Punkt, wo’s spannend wird. Statt den zehnten Eisladen in der Stadt zu eröffnen, würde ich überlegen, wie ich als Erster etwas Gesundes verkaufen kann.“