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Social Entrepreneurship

Gesellschaftliche Probleme unternehmerisch lösen – das ist das Ziel von Social Entrepreneurship, von sozialem Unternehmertum. Es zeichnet sich dadurch aus, dass für diese Unternehmen die Gewinnabsicht nachrangig nach sozialen oder ökologischen Zielen steht.

24.08.2026
AutorIn: Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Neben der sozialen/ökologischen Zielsetzung nach Außen zeichnen sich die Unternehmen auch durch eine innere Organisationsform aus, bei der Gewinne reinvestiert und Mitarbeitende intensiv in Entscheidungen einbezogen werden. Im Land Bremen verbessern Sozialunternehmen beispielsweise die Chancen von Kindern aus benachteiligten Stadtteilen, begleiten Jugendliche in die Arbeitswelt oder resozialisieren straffällig Gewordene. Sie arbeiten an einer solidarischen Energiewende, entwickeln Alternativen für unabhängigen Qualitätsjournalismus und nachhaltigen Tourismus; ihr Business ist der offene Umgang mit Depressionen und psychischen Erkrankungen. In solchen sozialen Innovationen steckt neben dem gesellschaftlichen Mehrwert auch ein finanzielles Potenzial in Milliardenhöhe. Das bescheinigt eine Studie von McKinsey und Ashoka aus dem Jahr 2019.

Für diese „Königsdisziplin des Wirtschaftens“ bietet das Land Bremen nicht nur die besondere Unterstützung des Starthauses und der Wirtschaftsförderung Bremen, sondern auch ein breites Netzwerk engagierter Akteure wie dem Social Impact Bremen, der HilfswerftVisionskultur und dem Werk in Bremerhaven. Die SEND-Regionalgruppe Bremen/Bremerhaven besteht aus aktiven Sozialunternehmer:innen und Metaakteur:innen. Sie möchte im Land Bremen das Ökosystem für sozialunternehmerisches und nachhaltiges Wirtschaften stärken.

Von der Idee zur Gründung

Das Starthaus Bremen und Bremerhaven ist die erste Anlaufstelle für alle Gründungswilligen im Land Bremen. Gemeinsam mit Social Impact Bremen bietet es für impact-orientierte Gründungen im Programm „Social Entrepreneur by Starthaus“ Beratungen, Coachings und Veranstaltungen an. Das Starthaus begleitet zudem beim Thema Finanzierung, u.a. mit dem Crowdfunding-Programm „Social Mission Possible“.
Das Creative Hub ist ein weiterer Ort in Bremen, an dem insbesondere Projekte, Gründende und junge Start-ups Raum finden, sich vernetzten können und beraten werden.

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Gemeinwohlorientierte Bestandsunternehmen stärken

Die lokalen Wirtschaftsförderungen WFB (Bremen) und BIS (Bremerhaven) fördern und stärken soziales Unternehmertum in den beiden Städten und unterstützen bereits bestehende Sozialunternehmen.
Die WFB bietet beispielsweise eine Ansiedlungsberatung für Sozialunternehmen an, die noch nicht in Bremen ansässig sind, sowie verschiedene Angebote wie Workshops, Veranstaltungen und einen Wettbewerb für bereits bestehende Unternehmen.

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Genossenschaften als besondere Unternehmensform

Die Genossenschaft stellt eine besondere Unternehmensform dar, die sich durch ihre ausgeprägte Mitbestimmung auszeichnet. Das genossenschaftliche Wirtschaften hat in der Hansestadt Bremen eine lange Tradition. Einen Einblick in die heutige Genossenschaftslandschaft in Bremen bietet die Seite www.bremer-genossenschaften.de des Zentralverbands deutscher Konsumgenossenschaften e.V.

Wer an der Gründung einer Genossenschaft interessiert ist, findet bei der Initiative Genossenschaften digital praxisnahe Informationen zur modernen Gestaltung dieser Rechtsform – von digitalen Mitgliedsprozessen bis zur hybriden Generalversammlung. Im nordwestdeutschen Raum begleitet der Genossenschaftsverband Weser‑Ems als Prüf- und Beratungsverband Genossenschaften – hier wird die genossenschaftliche Idee explizit als Teil der regionalen Wirtschaftskultur gefördert.

Diese Kombination aus historischer Verankerung, demokratischer Struktur und moderner Weiterentwicklung macht Genossenschaften zu einem besonders passenden Organisationsmodell für sozial-unternehmerisches und gemeinwohlorientiertes Wirtschaften.

Im Wegweiser Genossenschaften im Land Bremen finden sich neben bestehenden Angeboten und Ansprechpersonen im Land Bremen auch inspirierende Beispiele Bremer und Bremerhavener Genossenschaften.

Plattform des Bundes

Auf der Plattform für Soziale Innovationen & Gemeinwohlorientierte Unternehmen informiert der Bund über aktuelle Entwicklungen zum Thema, u.a. mit einem Förder-Finder, zu Wirkungs-Tools und mit einem bundesweiten Eventkalender.

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Ansprechpersonen

Anke Jacobj

Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation
Referentin Social Entrepreneurship

 +49 (0) 421 361-32050
 anke.jacobj@wht.bremen.de

Johanna Reimers

Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation
Referentin alternatives und nachhaltiges Wirtschaften

 +49 (0) 421 361-32892
 johanna.reimers@wht.bremen.de

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Studie zur Alternativwirtschaft im Land Bremen
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