20.04.2026
AutorIn: Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation
Ein "Hydrogen Valley" bedeutet, dass Wasserstoff nicht nur produziert, sondern auch gespeichert, verteilt und konkret genutzt wird, etwa in der Industrie, in Häfen oder im Verkehr sowie im Baugewerbe. Genau das soll in Bremen und Bremerhaven umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem Anwendungen im Hafen, in der Industrie sowie im Baugewerbe und in der Mobilität, die mindestens zwei Jahre lang im realen Betrieb getestet werden.
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: "Neun Millionen Euro von der EU – das ist ein echter Coup für Bremen, und das verdient ein dickes Ausrufezeichen! Diese Förderung bringt uns einen entscheidenden Schritt voran, weil wir zentrale Wasserstoffanwendungen jetzt konkret umsetzen können. In den Häfen, in der Mobilität und Industrie entstehen dadurch neue Projekte, zusätzliche Wertschöpfung und langfristig auch Arbeitsplätze in Bremen und Bremerhaven. Gleichzeitig stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts und machen ihn fit für eine klimafreundliche Zukunft. Mein Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern, die diesen Erfolg möglich gemacht haben."
Insgesamt profitieren 27 Partner aus Bremen, Deutschland und anderen EU-Ländern von den Fördermitteln. Das Projekt ist bereits gestartet und läuft über fünf Jahre. Erste Anwendungen sollen schrittweise in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Federführend ist die Wirtschaftsbehörde Bremen, unterstützt vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik als technischer Koordinator sowie der New Energy Coalition aus Groningen in beratender Funktion.
Einer der Partner ist das Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES. Kevin Schalk, Gruppenleiter Hydrogen Lab Bremerhaven sagt: "Damit Wasserstoff funktioniert, reicht es nicht, ihn nur produzieren zu können, sondern es müssen auch alle Thematiken rund herum stimmen – von der technischen Ebene, über Regularien bis hin zur Logistik. Wir haben hier in der Region Bremen/Bremerhaven bereits einen sehr soliden Grundstock aufgebaut und freuen uns, dass mit diesem Projekt die Vernetzung des Bestehenden und damit auch die wirtschaftliche Reife von Wasserstoff in der Region einen großen Schritt nach vorne machen kann."
Der Erfolg ist im europäischen Vergleich bemerkenswert. Insgesamt wurden 18 Anträge für so genannte "Small-Scale Hydrogen Valleys” Projekte eingereicht. Bremen gehört damit zu einem exklusiven Kreis von Modellregionen in Europa. Ausschlaggebend für den Erfolg war vor allem der ganzheitliche Ansatz. Der Projektantrag deckt die gesamte Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab und verbindet Anwendungen in Industrie, Häfen und Mobilität mit einer klaren Umsetzungsstrategie.
Die EU-Förderung ist dabei mehr als nur finanzielle Unterstützung. Sie gilt als Qualitätssiegel und stärkt die Rolle Bremens als wichtiger Standort für die Wasserstoffwirtschaft. Ziel ist es, die entwickelten Anwendungen langfristig in den Regelbetrieb zu überführen und als Modell für andere Regionen nutzbar zu machen. Andreas Wellbrock, Geschäftsführer der Green Fuels GmbH und Projektpartner, sagt: "Die bereits vorhandenen Leuchtturmprojekte zum Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft werden nun hervorragend ergänzt und die Vorreiterrolle Bremens und Bremerhavens erhält weitere Strahlkraft."
Valérie Bouillon-Delporte, Executive Director der Clean Hydrogen Partnership, sagt: ""Die Clean Hydrogen Partnership ist stolz darauf, das Vorzeigeprojekt Hydrogen Valley H2B:IMPACT im Bundesland Bremen zu unterstützen, als erstes von der Clean Hydrogen Partnership gefördertes Hydrogen Valley in Deutschland. Mit einer erwarteten Wasserstoff-Produktionskapazität von 25 MW, die eine breite Palette von Abnehmern in den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie versorgt, wird das Projekt vom Bundesland Bremen koordiniert. Unterstützt von einem starken internationalen Netzwerk wird das Projekt Innovationen vorantreiben, Investitionen anziehen und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärken. H2B:IMPACT ist ein entscheidender Schritt hin zu einer skalierbaren europäischen Wasserstoffwirtschaft und ein Vorbild für die Umsetzung in ganz Europa."
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