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Gründer bringen Padel nach Bremerhaven

Padel ist eine actionreiche und einsteigerfreundliche Tennisvariante. Allein in Spanien gibt es rund 5,5 Millionen Amateur- Spieler – auch in Deutschland kommt der Trendsport seit einigen Jahren gut an. Die beiden Gründer Batuhan Tekek und Anton Hein bringen Padel jetzt mit ihrer neuen Halle nach Bremerhaven – und wollen mit ihrem „Hot Court Padel Club“ den Sport zum Erlebnis machen.

07.09.2026
AutorIn: Lennart Edel

„Padel verhält sich zu Tennis ungefähr so wie Futsal zu Fußball“, erläutert Batuhan Tekek. Die Regeln und Grundzüge sind schnell gelernt. „Nach ungefähr 30 Minuten Einführung kann man schon die erste Partie spielen und hat schnell Erfolgserlebnisse“, sagt Anton Hein. Die beiden Gründer sind seit Jahren begeistert von der actionreichen und einsteigerfreundlichen Bewegungssportart. In Spanien und Italien ist sie bereits sehr verbreitet, außerdem in Nord- und Südamerika. In vielen größeren deutschen Städten gibt es inzwischen Padel-Hallen. Jetzt gehört Bremerhaven auch dazu. Im August öffnete der „Hot Court Padel Club“ an der Nordenhamer Straße 6 im Norden von Wulsdorf.

Kennengelernt haben sich Batuhan Tekek und Anton Hein im Studiengang „Gründung, Innovation, Führung“ (GIF) an der Hochschule Bremerhaven. Sport und vor allen Dingen Padel waren für beide von Anfang an das gemeinsame Gesprächsthema. Doch zum Spielen mussten sie immer mindestens bis nach Bremen fahren. So entwickelten sie schnell den Plan, in Bremerhaven einen eigenen Club mit eigener Halle zu gründen. Zuerst organisierten sie gemeinsam Padel-Veranstaltungen in Bremen, bauten ein Netzwerk auf und stellten fest, dass es auch in Bremerhaven eine große Nachfrage gibt. Im November 2025 präsentierten die beiden ihre Idee bei der Gründungs- und Nachfolge-EXPO der Wirtschaftsjunioren Bremerhaven und der BIS Wirtschaftsförderung. Das Publikum wählte sie auf den zweiten Platz im Pitch-Wettbewerb. Außerdem kam hier der Kontakt für eine passende Halle zustande.

Viel Rückenwind für Gründer

Für ihre Idee bekamen die beiden 26-Jährigen viel Unterstützung. „Die BIS und das Starthaus Bremerhaven haben uns im frühen Stadium sehr viel Rückenwind gegeben“, erinnert sich Batuhan Tekek. Über die Bremer Aufbau-Bank erhielten sie einen vergünstigten Startkredit. Bei Veranstaltungen im Starthaus Bremerhaven konnten sie sich mit anderen Gründern austauschen. Positiv überrascht sind sie vom Bauordnungsamt Bremerhaven: „Die Nutzungsänderung in eine Sportstätte hat nur vier Monate gedauert. Wir hatten uns auf deutlich mehr eingestellt“, sagt Anton Heim und lacht. „Bremerhaven hat uns viel möglich gemacht. Man merkt, dass die Stadt auch Lust auf das Projekt hat“, ergänzt er.

Mitte August wurden die drei Courts in der Halle aufgebaut. Ende August folgte das „Soft Opening“. „Der Club ist noch nicht komplett fertig, aber die Leute können schon spielen“, fasst Batuhan Tekek zusammen. Der Lagerhallen-Charme soll nach und nach weichen. Bei der Gestaltung wollen die beiden ihre Clubmitglieder mit einbeziehen. Geplant sind ein Verleih und ein Shop für Ausrüstung. Auch Trainingseinheiten will der „Hot Court Padel Club“ anbieten.

Besonders wichtig ist den Gründern der soziale Aspekt des Sports. Padel ist sehr kommunikativ – auch, weil es fast immer im Doppel gespielt wird. Zwischen den drei Courts gibt es einen Lounge-Bereich, von dem alle Spiele durch Panoramafenster verfolgt werden können – ein Platz für die Community. Batuhan Tekek und Anton Hein planen außerdem Turniere und Veranstaltungen mit DJs – auch außerhalb der Halle. „Wir wollen die Adresse für Padel in Bremerhaven werden“, erklärt Batuhan Tekek. Der Padel-Club soll Identität stiften, von seinen Mitgliedern mitgestaltet werden und die Stadt auch nach außen vertreten – zum Beispiel bei Spielen gegen Clubs aus anderen Städten.

Batuhan Tekek und Anton Hein planen dabei schon fest mit der Expansion. „Drei Courts werden in Bremerhaven auf Dauer nicht reichen“, sagen die Gründer. Die Sportart trifft gerade einen Nerv, es gibt viele Anfragen. Deshalb suchen sie schon jetzt nach zusätzlichen Standorten im Stadtgebiet. Alle aktuellen Infos zum „Hot Court Padel Club“ findest du auf der Instagram- Seite „hotcourtpadle“ und im dazugehörigen WhatsApp-Kanal. Einzelne Zeitfenster für einen der Courts kannst du auch über die App „Playtomic“ buchen.

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