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BIS Mobilitätstag „Wasserstoff im Schwerlastverkehr“ – Technologien, Förderung, Praxiserfahrungen

Am 9. April 2026 fand auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Luneort der Mobilitätstag „Wasserstoff im Schwerlastverkehr“ statt. Die Veranstaltung bot einen praxisnahen Blick auf marktreife Fahrzeuge, Einsatzperspektiven und die aktuellen Förderinstrumente des Bundes für Wasserstoffantriebe im Schwerlastsegment. Höhepunkt der Veranstaltung war die Möglichkeit, die ausgestellten Fahrzeuge zu fahren und somit einen vollumfänglichen Eindruck von der Technologie zu gewinnen.

10.04.2026
AutorIn: BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven

Initiiert wurde die Veranstaltung von Green Fuels, Hy.City.Bremerhaven und der BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven, die gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft und Häfen Bremen, dem Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N), dem Oldenburger Energiecluster (OLEC), den H2-Regionen Emsland und Ostfriesland und der Metropolregion Nordwest diese organisierten. Hierdurch konnte eine große Zahl an Akteur*innen versammelt werden und ausstellenden Unternehmen Anreize zur Teilnahme geboten werden. Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an Speditionen und Logistikunternehmen, Betreiber eigener Schwerlastflotten, kommunale Betriebe und Entsorgungsunternehmen sowie Industrie- und Handelsunternehmen mit relevantem Transportaufkommen. Gemeinsames Ziel war es, den Teilnehmenden eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den möglichen Einsatz wasserstoffbasierter Schwerlastfahrzeuge zu bieten. Dr. Michael Murck von der BIS „Mit unserem H2-Mobilitätstag möchten wir den Dialog zwischen Anbietern und Anwendern gezielt fördern und damit Entscheidungsprozesse in den Unternehmen beschleunigen.“

Im Foyer des ehemaligen Flugplatzgebäudes wurde zunächst angeregt in lockerer Atmosphäre diskutiert. Vor dem Hintergrund des aktuellen Förderaufrufs des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) für den Aufbau eines Initialnetzes von Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge und die Anschaffung von Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb bekommt das Thema derzeit eine neue Dynamik. Carsten Beyer von der NOW GmbH betonte, dass es im laufenden Jahr keine weitere Förderung geben wird, auch nicht für rein batterieelektrische Nutzfahrzeuge. „Wenn Sie an einen Technologie-Wechsel denken, dann sollten Sie diese Chance nutzen“, so Beyer. Auch das Tankstellennetz stand im Fokus. Die Betreiber Hy.City.Bremerhaven, Score sowie H2Mobilty Deutschland werden kurzfristig den gesamten Nordwesten von Lingen bis Cuxhaven zuverlässig mit Wasserstoff abdecken. Andreas Wellbrock von der Hy.City.Bremerhaven betonte die Notwendigkeit, gerade in der Phase des Hochlaufs zusammenzuarbeiten.

Die Teilnehmenden erhielten tiefe Einblicke in Betriebserfahrungen, Wartungsaspekte, infrastrukturelle Voraussetzungen und Kosten. Der direkte Dialog zwischen Herstellern, Leasinggebern und Vermietern, Förderexperten und Anwendern trug wesentlich dazu bei, Investitionsrisiken, Verfügbarkeit von Infrastruktur und Transformationsstrategien greifbar zu machen. Ein guter Ausgangspunkt für die darauffolgende Produktvorstellung marktreifer wasserstoffbetriebener Lkw-Modelle. Auch die Möglichkeit von Probefahrten wurde zahlreich genutzt.

Dr. Murck resümiert: „Der heutige Tag zeigt, dass gemeinsam an lösungsorientierten Wegen gearbeitet wird – von Fahrzeugtechnik über Förderlandschaften bis hin zu Betriebskonzepten.“ Der lebhafte Dialog bestätigt das gemeinsame Ziel, Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz wasserstoffbasierter Schwerlastfahrzeuge zu stärken und den Austausch zwischen Praxis und Industrie aktiv zu fördern. Veranstalter und Teilnehmende zogen daher gemeinsam den Schluss: Wasserstofftechnologien haben Potenzial, erfordern aber einen verlässlichen Wasserstoffpreis von maximal 8 Euro pro Kilogramm, eine verlässliche Infrastruktur und klare Förderrahmen.

Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigt das Interesse und den Bedarf an Wasserstoffmobilität im Schwerlastverkehr. Sie ist Auftakt für einen nachfolgenden Austausch als Unterstützungsangebot, Netzwerkplattform und Kooperationen.

Bildmaterial

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