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Wirtschaftsförderung Bremerhaven

Wissenschaft

WissensWert

Der maritime Charakter des Wirtschaftsstandortes Bremerhaven spiegelt sich auch in der national wie international beachteten Wissenschaftslandschaft wider.

Sowohl in der Grundlagenarbeit als auch in der angewandten Forschung finden sich zu den Themen der Meereskunde, Klimaforschung, Hafenwirtschaft, in den Bereichen Seeverkehr und Logistik, der Windenergie sowie z.B. der Lebensmittel- und Fischwirtschaft namhafte Einrichtungen in der Stadt. Die enge Kooperation mit der Wirtschaft besitzt für alle Institute einen hohen Stellenwert.

Die Förderung der Innovationskraft der Unternehmen in Bremerhaven und Bremen ist erklärtes Ziel der bremischen Landespolitik. Mit der Luft- und Raumfahrt, der Windenergie und der Maritimen Wirtschaft/Logistik verfügt das Land Bremen über starke „Innovationscluster“, die im Fokus der Innovationspolitik stehen. Um dies zu stärken, ist von den für Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt zuständigen Senatsressorts die „Clusterstrategie 2020“ entwickelt worden. Hier werden zentrale Ziele, Instrumente, Maßnahmen und thematische Handlungsfelder definiert, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Das Spektrum der Maßnahmen reicht von der Bereitstellung geeigneter Infrastrukturen über die Forcierung des Transfers von Forschungs- und Entwicklungsleistungen in die regionale Wirtschaft bis hin zu vielfältigen Finanzierungs- und Beratungsangeboten, Unterstützungsmöglichkeiten bei der Fachkräftegewinnung und -qualifizierung sowie bei der Unternehmensgründung. 

Hochschule Bremerhaven

Die Hochschule Bremerhaven zeichnet sich besonders durch ihre Nähe zu den Themenfeldern der maritimen Wirtschaft und ihre Anwendungsorientierung aus. Der Studiengang „Transportwesen/Logistik“ gehört z.B. seit fast drei Jahrzehnten zu den anerkannten Top-Studiengängen in Deutschland. In dem von der Windenergieindustrie und regionalen Wirtschaft unterstützten Masterstudiengang Windenergietechnik oder dem Studiengang Lebensmitteltechnologie/Lebensmittelwirtschaft werden die Studierenden in enger Verbindung zu der ansässigen Wirtschaft ausgebildet.

Das von der BIS unterstützte Career Service Center an der Hochschule hilft den Studierenden den Sprung vom Studium ins Berufsleben erfolgreich zu schaffen. Beratung und Vermittlung von Stellenangeboten sind die wichtigsten Aufgaben des Servicecenters.

Überblick über das Studien- und Forschungsangebot an der Hochschule Bremerhaven

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) zählt zu den international renommiertesten Forschungseinrichtungen in der Polar- und Meeresforschung sowie Klimaforschung. Am Hauptstandort Bremerhaven sind rund 800 Beschäftigte tätig. Das AWI bildet mit seinem Standort am Handelshafen den Nukleus der sich entwickelnden Forschungs- und Entwicklungsmeile für die maritime Wirtschaft in Bremerhaven.

Die Stabstelle Technologietransfer am AWI  umfasst alle Aufgaben im Umfeld von Innovationen von der Erstberatung eines Erfinders über die Erfindungsmeldung, die Patentanmeldung bis hin zur Patenterteilung. Daran schließt sich die Aufrechterhaltung und Pflege des gesamten Schutzrechtbestands an. Darüber hinaus werden die im Zusammenhang mit der Verwertung einer Innovation anstehenden Fragen bearbeitet: die Analyse oder Abschätzung von Marktpotentialen, die aktive Suche nach Lizenznehmern oder Kooperationspartnern für eine Weiterentwicklung bis hin zur Unterstützung von Ausgründungen sind hier zu nennen. 

Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)

Das Fraunhofer IWES Nordwest sichert Investitionen in technologische Weiterentwicklungen durch Validierung ab, verkürzt Innovationszyklen, beschleunigt Zertifizierungsvorgänge und erhöht die Planungsgenauigkeit durch innovative Messmethoden im Bereich der Windenergie. Derzeit sind 140 Wissenschaftler/-innen und Angestellte sowie 80 Studierende an vier Standorten beschäftigt: Bremerhaven, Hannover, Bremen und Oldenburg. 2015 betrug der Betriebshaushalt 15 Mio. Euro.

Dank weitreichende förderpolitischer Unterstützung konnten seit der Gründung im Jahr 2009 einzigartige Prüfstände, z.B. für Rotorblätter, Gondeln und Tragstrukturen, Lager und Biegewellen, sowie eine Messinfrastruktur und Labore aufgebaut werden. Das Test-Portfolio wurde in enger Zusammenarbeit mit führenden Industrieunternehmen entwickelt, die von der Konzeptionsphase die Entwicklung von Testmethoden und -abläufen begleitet haben. Die Kombination einer weltweit einmaligen Prüfinfrastruktur mit Methodenkompetenz zeichnet das IWES Nordwest als Forschungspartner für Unternehmen in aller Welt aus. Durch die Beteiligung an internationalen Fachgremien, zum Beispiel im International Electronical Commission IEC oder dem EERA Wind Management Board, ist das Institut ein aktiver Wegbereiter für Technologieentwicklungen und Qualitätssicherung.

Windenergieanlagen sind komplexe Produkte, deren Entwicklung und Optimierung Kenntnisse aus einer breiten Spanne von natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen erfordert. Im Forschungsverbund Windenergie (FVWE), bestehend aus den Partnern DLR, ForWind - Zentrum für Windenergieforschung und dem Fraunhofer IWES Nordwest, werden die Kompetenzen von 600 Forschenden zusammengeführt. Dadurch wird die konzertierte Bearbeitung von strategischen Großprojekten sowie eine fundierte und abgesicherte Produktentwicklung sichergestellt.  Eine enge Anbindung an die universitäre Forschung und Lehre an den Standorten schafft Zugang zu akademischer Expertise.

Institut für Windenergie an der Hochschule Bremerhaven

Das Institut für Windenergie an der Hochschule Bremerhaven betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Windenergietechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Bachelorstudiengang Maritime Technologien sowie mit dem Masterstudiengang Windenergietechnik.

ttz Bremerhaven

Das ttz Bremerhaven ist ein unabhängiger Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet  ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit. Das Technologie-Transfer-Zentrum  initiiert, begleitet und unterstützt seit über 25 Jahren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Unternehmen.

Institut für Seeverkehr und Logistik (ISL)

Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) wurde 1954 in Bremen gegründet. Im Vordergrund steht die Forschung und Beratung der maritimen Wirtschaft. Der Schwerpunkt in Bremerhaven liegt auf der Informationslogistik.

Zentrum fürAquakulturforschung (ZAF)

Das Zentrum für Aquakulturforschung (ZAF) bietet eine moderne und vielseitige Infrastruktur. Es besteht aus einer Reihe von geschlossenen Kreislaufsystemen sowie einem Aquarienregal, einem Integrationsregal und einer Brutanlage zur kontrollierte Aufzucht von aquatischen Lebewesen wie Fischen, Muscheln oder Krebsen.

Thünen Institute für Seefischerei und Fischereiökologie

Ab 2018 werden in Bremerhaven die Thünen Institute für Seefischerei und Fischereiökologie ihre Arbeit aufnehmen. Das neue Labor- und Bürogebäudes mit Fischtechnikum entsteht im Süden Bremerhavens, im traditionsreichen  Fischereihafen.

Deutsches Schiffahrtsmuseum

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven zeigt als einziges Nationalmuseum die gesamte deutsche Schiffahrtsgeschichte und ist eines der wenigen international bedeutenden schiffahrtshistorischen Forschungsinstitute

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum hat im Zuge seiner Neuausrichtung 2014 ein neues Forschungsprogramm unter dem Titel >>Mensch und Meer<< verabschiedet. Im Mittelpunkt des Forschungsprogramms >>Mensch und Meer<< steht die Beziehung zwischen Mensch und Meer. Diese drückt sich in der ERfindung, Nutzung und Reflexion maritimer Technologien aus.

Weitere Informationen: http://www.dsm.museum/forschung.31.de.html

Deutsches Auswandererhaus

Das Deutsche Auswandererhaus ist nicht nur ein Tourismusmagnet, sondern verfügt auch mit zahlreichen Fotos, Dokumenten und andere Erinnerungsstücken über eine einzigartige Sammlung zur Migrationsgeschichte.


Im Mittelpunkt der Migrationsforschung am Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven stehen die Ursachen für Auswanderung, Flucht und Vertreibung wie auch der Prozess der Integration. Die Ergebnisse der meisten Forschungsprojekte fließen in Sonderausstellungen, Publikationen und Dokumentarfilme.

Weitere Informationen: http://dah-bremerhaven.de/forschung/

Pier der Wissenschaft

Netzwerk der wissenschaftlichen Einrichtungen in Bremerhaven

Die Pier der Wissenschaft ist ein Zusammenschluss der wissenschaftlichen Einrichtungen Bremerhavens, der anlässlich der Bewerbung der Stadt der Wissenschaft 2005 gegründet wurde. Unter diesem Namen finden seither immer wieder Kooperationsprojekte und Veranstaltungsprogramme für die Öffentlichkeit statt.

Das Unsichtbare sichtbar machen

Anlässlich der Bewerbung zur Stadt der Wissenschaft wurde der Zusammenschluss der wissenschaftlichen Einrichtungen der Seestadt als „Pier der Wissenschaft“ aus der Taufe gehoben.

Im Jahr 2005 erhielten Bremerhaven zusammen mit Bremen als erste deutsche Städte den Titel „Stadt der Wissenschaft“, damit wurden auch die seit langem bestehenden Aktivitäten in der Wissenschaftsvermittlung durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. Über das Jahr 2005 hinaus haben sich die wissenschaftlichen und – das ist das Besondere an unserem Netzwerk – kulturellen Institutionen Bremerhavens weiterhin zu einem losen Verbund zusammen gefunden für zahlreiche Vorträge, Führungen und Ausstellungen.

Website "Pier der Wissenschaft"

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