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Wirtschaftsförderung
Bremerhaven
Kurze Wege für
die Wirtschaft

Wirtschaftsförderung verzeichnet Einstellungsrekord tierischer Natur

27.05.2019, Autor: BIS Bremerhaven/S. Wagner
Mit dem Preisgeld für das Konzept des nachhaltigen Gewerbegebiets Lune Delta im Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ von RENN.nord hat die BIS einen Bienenstock angeschafft.

Bei der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH brummt’s und summt‘s: Am 24. Mai begrüßte Geschäftsführer Nils Schnorrenberger 60.000 neue „Mitarbeiter*innen“. Diese arbeiten nicht nur für die Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, sondern haben sogar ihren ersten Wohnsitz auf ein Grundstück des Unternehmens in der Coloradostraße verlegt. Ab sofort sind tausende fleißige Bienen von hier aus rund um die Uhr im Einsatz.


Den Bienenstock hat der Bremerhavener Imker Andreas Bredehorn dort aufgestellt. Für die neuen Bewohner ein perfekter Ort. „Das Dach ist begehbar, es bekommt den ganzen Tag Sonne und die Bienen finden auf dem Grundstück sowie in der nächsten Nachbarschaft viel Nahrung und die Möglichkeit, Pollen zu sammeln“, erklärt der Stadtimker. Vier Kilometer betrage der Flugradius einer Honigbiene. Damit erreichen sie Bäume, Blüten und Rasenflächen in angrenzenden Naturschutzgebieten und im nahen Hafen. „Die Nutztiere brauchen also weder angefüttert werden, noch muss man später zufüttern“, nennt Andreas Bredehorn einen Grund, warum er die fleißigen Beschäftigten guten Gewissens an die BIS vermittelte. Ein weiterer müsse heute leider auch mitgedacht werden. „Ein Bienenvolk benötigt einen vor Diebstahl und Vandalismus geschützten Standort. Auch das ist gegeben“, so der Experte.


Die Mitarbeiter der BIS haben den Gründer der „Stiftung Hafenbiene“ angesprochen und um Verstärkung ihres Teams gebeten. „Damit wollen wir aktiv einen Beitrag gegen das Bienensterben leisten und für den Natur- sowie Artenschutz eintreten. Denn uns ist es wichtig, Betriebe nicht nur dabei zu unterstützen, nachhaltig zu agieren, sondern das auch vorzuleben“, betont Nils Schnorrenberger.


Finanziert werden der Zuwachs und die spätere Mitarbeiterpflege aus dem Preisgeld, den sein Unternehmen mit dem Konzept des nachhaltigen Gewerbegebiets Lune Delta im Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ im Jahr 2018 gewonnen hat. „Es ist gut angelegt – und zwar nicht nur für uns, sondern für die gesamte Region. Bienen sorgen dafür, dass das ökologische System im Gleichgewicht bleibt“, ergänzt Annette Schimmel, Projektleiterin Green Economy bei der BIS. Damit sich die Insekten in ihrem neuen Zuhause wohl fühlen, traf das Unternehmen Vorkehrungen. Auf den Rasenflächen vor und hinter dem Gebäude wurde bienenfreundliches Saatgut ausgebracht, das eine wilde Blumenwiese entstehen lässt. Um die Bewässerung wollen sich Mitarbeiter der BIS kümmern.


Zudem besucht Andreas Bredehorn zukünftig einmal in der Woche das Grundstück in der Coloradostraße, um bei den Flügelträgern nach dem Rechten zu schauen und im Auge zu behalten, dass es ihnen gut geht. Auch der Honig, den das Bienenvolk hier nun produziert, wird von ihm geerntet. „Ich lade die zweibeinigen Beschäftigten herzlich ein, mir dabei über die Schulter zu schauen und zu helfen“, so der Imker aus Leidenschaft.


„Das Angebot werden wir gerne wahrnehmen und freuen uns schon jetzt darauf, den ersten goldenen Saft von unserem Dach zu probieren“, so Annette Schimmel. Bereits im Juni könnte es soweit sein, wenn das Wetter mitspielt, sagt Andreas Bredehorn. Einen Teil des Honigs bekommt die BIS für ihre Mitarbeiter und Kunden gegen einen Unkostenbeitrag. Der Rest wird als „Seestadthonig“ verkauft. Andreas Bredehorn: „Der Erlös fließt in Projekte zur Renaturierung in Bremerhaven, die mir sehr am Herzen liegen.“


Weiter Informationen unter: www.hafenbiene.de

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