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Corona-Hilfen

Projektstart Testregion für mobile Wasserstoffanwendungen in Bremerhaven

16.07.2021

Am 02. Februar 2021 hat der Senat ein 181 Millionen umfassendes Maßnahmenpaket des Bremen-Fonds für die Bewältigung der Corona-Pandemie und für einen Neustart nach der Krise beschlossen. Aus diesem Fonds sind 5 Millionen Euro für die Einrichtung einer Testregion für mobile Wasserstoffanwendungen nach Bremerhaven geflossen. Ziel des Projektes ist es, Fahrzeuge und mobile Anwendungen durch die Bereitstellung von Testinfrastruktur und Testung von Prototypen zur Marktreife zu bringen.

Zu Beginn dieser Woche hat nun nach eingehender Vorbereitung durch die BIS Wirtschaftsförderung ein erstes gemeinsames Treffen aller Projektpartner stattgefunden. Das Fördervorhaben besteht aus fünf Teilprojekten, die von den Partnern Technologie-Transfer-Zentrum (ttz), Hochschule Bremerhaven, Fischereihafen - Betriebsgesellschaft mbH (FBG), Ortspolizeibehörde und die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH (BEG) begleitet werden.

Nachdem die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling die nötigen Voraussetzungen geschaffen, indem der vorläufige Zuwendungsbescheid mit der Zusage der Projektmittel zugegangen ist, kann mit der Projektarbeit begonnen werden.  Unter anderem geht es um die Konzeptionierung, Anschaffung und Betrieb eines Plasmalyseurs für die Gewinnung von Wasserstoff (H2) aus Abwasser.  Mit einem Plasmalyseur kann amoniumhaltiges Wasser in seine Bestandteile aufgespaltet werden. Im Vergleich zur Elektrolyse ist der Energiebedarf bei der Plasmalyse wesentlich geringer. Daraus soll strombasierter Treibstoff für schwere Nutzfahrzeug aus nachhaltiger Energie und Abwasser gewonnen werden. Der Plasmalyseur mit einer Kapazität von 25 kg Wasserstoff pro Stunde, soll die Versorgung von zunächst drei brennstoffzellenbetrieben Abfallsammelfahrzeugen sicherstellen und auf dem Gelände des Müllheizkraftwerkes der BEG installiert werden. Ziel ist eine sukzessive Erhöhung der H2 Produktion und der eingesetzten Fahrzeuge, mit einer einhergehenden CO2-Einsparung.

Des Weiteren wird eine Studie zur Einbindung eines 3D-Teststandes in die Gesamt-Testinfrastruktur zur Erprobung von Wasserstoffkomponenten und Komplettsystemen im 3-dimensionalen Raum erstellt, eine Untersuchung der Realisierbarkeit eines Testzentrums für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, Flurförderzeuge und Arbeitsgeräte in Bremerhaven. Auch eine Konzeptstudie zur Umrüstung eines Mercedes Benz Unimog der FBG sowie eine Machbarkeitsstudie zur Umrüstung eines Polizeieinsatzfahrzeuges auf Wasserstoffbetrieb bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Multifunktionalität des Fahrzeuges im Polizeidienst sind Teil des Projektes.

„Wir wollen in Bremerhaven eine Strategie entwickeln, wie wir bis 2038 Wasserstoff produzieren und als Antrieb einsetzen können. Dafür müssen wir den Produktionskreislauf beherrschen,“ sagt die Wissenschafts- und Häfensenatorin Dr. Claudia Schilling. „Bremerhaven ist prädestiniert als Standort für eine Testregion für mobile Wasserstoffanwendungen, es geht hier in Bremerhaven um Zukunft, es geht darum, Wasserstoff als grünen Antrieb für die Mobilität in ganzen Land Bremen vorzudenken. 

Hintergrund:
Koordinator des Gesamtprojektes ist die BIS Wirtschaftsförderung. Mit den entsprechenden Partnern werden Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Für das Teilprojekt „Machbarkeitsstudie Umrüstung der Polizeieinsatzfahrzeuge“ ist die Hochschule Bremerhaven Projektleiter, für alle übrigen Projekte das ttz.

Bremen-Fonds
Aus dem 1,2 Milliarden Euro fassenden Kredittopf sollen unter anderem Maßnahmen finanziert werden, die dem Strukturwandel in der Wirtschaft und der ökologischen Transformation im Land Bremen wichtige Impulse geben.

Aktionsprogramm "Ökologische Transformation"
Die Wasserstoffwirtschaft ist eine Zukunftsbranche und von großer Bedeutung beim Kampf gegen den Klimawandel. Vorhandene gute Ansätze werden mit rund 29 Millionen Euro unterstützt, damit schneller wirtschaftliche und ökologische Effekte erzielt werden können. Dazu gehört der Ausbau der Wasserstoffforschung.

 

Kontakt

Innovationsmanagerin Wasserstoff
Dr.-Ing. Saskia Greiner

Tel: (0471) 9 46 46-635
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
greiner@bis-bremerhaven.de

Leiterin Stabsstelle Standortmarketing
Insa Rabbel

Tel: (0471) 9 46 46-926
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
rabbel@bis-bremerhaven.de

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