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Offshore-Expertise ist weltweit gefragt

09.05.2019, Autor: BIS, M.A. Wagner
Ingenieurbüro b.offshore blickt über deutschen Markt hinaus und hat seine Expertise in mehr als 50 Projekten stetig weiterentwickelt.

Seit 2001 hat Bremerhaven auf die Entwicklung der Offshore-Windenergie gesetzt und unterstreicht mit bedeutenden Wissenschaftseinrichtungen und innovativen Unternehmen seine Bedeutung als Offshore-Kompetenzstandort. Das Ingenieurbüro b.offshore, seit drei Jahren in Bremerhaven ansässig, hat seine Expertise in mehr als 50 Projekten stetig weiterentwickelt – und ist inzwischen auch in Asien im Einsatz.Die b.offshore GmbH ist ein Ingenieurbüro, das sich auf Off-shore-Bauwerke spezialisiert hat, insbesondere Windkraftfundamente und Umspannwerke.

„Die Komplettabwicklung von Stahlbau-, Maschinenbau- und Elektrotechnikprojekten ist unsere Kernkompetenz. Unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Offshore-Windenergie und das breite Kompetenz-spektrum unserer Mitarbeiter ermöglicht es uns, dabei alle Phasen von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Wartung und wiederkehrenden Prüfungen abzudecken“, sagt Thomas Pontow.Der geschäftsführende Gesellschafter von b.offshore ist 2010 in die Region gekommen, um bei einem Hersteller von Türmen für Offshore-Windräder zu arbeiten – diese Station im Lebenslauf teilt er mit einem Großteil seiner heute 23 Mitarbeiter. Sowohl der Branche als auch der Stadt ist er treu geblieben, als er im April 2016 mit acht Mitarbeitern die b.offshore GmbH gründete: „Bremerhaven hat in der Windenergiebranche international einen hervorragenden Ruf, und viele Offshore-Fachkräfte sind hier zuhause“, sagt der Geschäftsführer. „Hätten wir andernorts unser Personal erst aufwändig über Anzeigen akquirieren müssen, wären wir heute noch lange nicht so weit.“

Mehr als 50 Projekte hat b.offshore in seiner dreijährigen Firmengeschichte bereits erfolgreich umgesetzt. „Wir produ-zieren nicht nur Papier. Wir setzen auf See auch selbst um, was wir planen“, betont Geschäftsführer Thomas Pontow. „Alle Mitarbeiter besitzen eine Offshore-Tauglichkeit nach GWO-Standard.“ So kennen die Ingenieure aus erster Hand die hohen Anforderungen an die Stahlkonstruktionen und an alle Einzelsysteme im Maschinenbau und der Elektrotechnik. „Die Anlagen sind nicht nur Wind, Wellen und Salzwasser ausgesetzt, sondern müssen aufgrund der hohen Entfernungen auch zuverlässig funktionieren, reparaturfähig und leicht zu warten sein“, führt Pontow aus. Die Qualität und das praktische Know-How der Bremerhavener Ingenieure hat sich herumgesprochen, die Referenzliste liest sich wie ein „Who is Who“ der Offshore-Branche.

Da sich auf dem Heimatmarkt die politische Deckelung der Offshore-Windkraft auswirkt, hat b.offshore längst auch die europäischen Nachbarländer im Blick. „Neben Deutschland kommen unsere Kunden aus Dänemark, Belgien, Niederlande und Frankreich“, sagt Thomas Pontow. Besonders für den niederländischen Markt ist er positiv gestimmt, seit beim Besuch des niederländischen Königspaars eine engere Kooperation und Vernetzung im Offshore-Bereich vereinbart wurde.

Aber auch Asien hat b.offshore – gemeinsam mit kompetenten Partnerunternehmen – im Visier. Dabei reiche es nicht, die deutsche Offshore-Erfahrung mitzubringen. Man müsse diese auch an die lokalen Begebenheiten anpassen, von der Rechtslage über die Wetterbedingungen bis hin zur Bodenbeschaffenheit. Derart gut vorbereitet entwickelten die Bremerhavener bereits 2018 mit dem Tragwerksplaner JBO aus Hamburg eine Gründungsstruktur für 28 Windkraftanlagen des Offshore-Windpark „Saemangeum“ in Südkorea. In diesem Jahr werde man planerisch an drei weiteren Offshore-Windparks in Asien arbeiten, sagt Pontow. Für Deutschland hofft er auf endlich verlässliche Rahmenbedingungen.

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