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Legionellen im Prozesswasser

07.06.2019, Autor: BIS mbH

Die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven unterstützt Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Schnellnachweissystems
Prof. Dr. Carsten Harms von der Hochschule Bremerhaven, Bremerhavener Institut für angewandte Molekularbiologie (BIAMOL), arbeitet an einem schnelleren in-house Nachweissystem für Legionellen in Prozesswassern. Mittels spezifischer DNA-Moleküle, die an Magnetkugeln gebunden und farbmarkiert sind, lassen sich die Legionellen einfach detektieren und bestimmen. In Zusammenarbeit mit der Bremer Omni Life Science GmbH & Co. KG wird das System auf Durchflusszytometrie (Zellanalyse im Durchfluss) adaptiert, sodass eine fast kontinuierliche Messung möglich ist. Damit erhöht sich die Sicherheit und Schnelligkeit der Analyse, gleichzeitig werden die thermischen und chemischen Desinfektionen und damit Energieaufwand und Umweltbelastung verringert.
 
Das BIAMOL forscht und entwickelt auf nationaler und internationaler Ebene schwerpunktmäßig in den Bereichen Biotechnologie und Mikrofluidik (Lab-on-a-chip) sowie der Entwicklung von Systemen zur Art-ldentifizierung von Organismen. OMNI Life Science bietet seinen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz Lösungen für Anwendungen in den Bereichen der forschenden Zellkultur, Stammzellexpansion und -Differenzierung, Zell-Zählung und Zell-Testsysteme.

Legionellen sind ein natürlicher Bestandteil des Wassers und vermehren sich in einem Temperaturbereich von 20° - 50° C. Diese Temperaturbereiche herrschen in öffentlichen oder industriellen Kläranlagen, Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassab¬scheidern. Seit 2017 erweiterte der Gesetzgeber die „42. Bundesimmissionsschutzverord¬nung zu Legionellen in Verdunstungskühlanlagen" auf diese Anlagen und sorgt somit für eine regelmäßige Überprüfung.
 
Nach den technischen Regeln sind im Regelfalle mindestens 55°C im Warmwassernetz einzuhalten. In Abhängigkeit von mikrobiologischen Belastungen im Warmwassersystem werden bei Auffälligkeiten sog. „Thermische Desinfektionen" mit Temperaturen oberhalb von 70°C durchgeführt bzw. „Chemische Desinfektionen“ z.B. mit Chlorbleichlauge oder Peroxid-Verbindungen in hohen Konzentrationen.
Aktuell dauert eine Legionellen-Analyse bis zu 14 Tagen, zukünftig ist die Analyse in wenigen Stunden möglich.

Das Gesamtprojekt hat ein Finanzvolumen von ca. 200 T€. Die BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven unterstützt das Vorhaben aus dem Förderprogramm „Angewandte Umweltforschung“ des bremischen Senators für Umwelt, Bau und Verkehr und mit Mitteln der Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Vorgesehen ist eine Laufzeit von 24 Monaten ab April 2019.

Kontakt

Umweltförderung / Investitionsförderung
Guido Ketschau

Tel: (0471) 9 46 46-741
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
ketschau@bis-bremerhaven.de

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