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Wirtschaftsförderung Bremerhaven
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Green Economy 2.0

14.06.2018, Autor: BIS mbH
Finanz- und Wirtschaftsausschuss beschließt Verlängerung des Projektes „Green Economy“ für den Zeitraum 2019 – 2021

In seiner Sitzungn am 13. Juni 2018  hat der Finanz- und Wirtschaftsausschuss auf Vorschlag von Oberbürgermeister Melf Grantz der Verlängerung des Projektes „Green Economy“ zugestimmt und für 2019 – 2021 eine Finanzierung in Höhe von rund 220.000 € beschlossen.

Green Economy wird seit dem 1. April 2016 gemeinsam vom Bund, Land und der Stadt Bremerhaven finanziell unterstützt, um umweltverträgliches, qualitatives und somit nachhaltiges und wirtschaftliches Wachstum in der Seestadt Bremerhaven zu befördern. Das Projekt Green Economy ist bei der Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS in Form eines Regionalmanagements angesiedelt. Die Arbeiten zielen darauf ab, einen Strukturwandel hin zum umweltverträglichen, qualitativen und somit nachhaltigen Wachstum in der Seestadt zu ermöglichen und neue Unternehmen anzusiedeln.

Grundlage bilden zahlreiche Bremerhavener Unternehmen, Institutionen und wissenschaftliche Einrichtungen, ergänzt um das Leuchtturmprojekt Gewerbegebiet Luneplate (Arbeitstitel „LuneDelta“), das von der BIS unter Nachhaltigkeitskriterien entwickelt wird und zukünftig optimale Rahmenbedingungen für umweltfreundliches, ressourcensparendes und wirtschaftlich effizientes Arbeiten schafft. Mit der Fortführung des Regionalmanagements können die Erschließung der Luneplate als ein „grünes“ Gewerbegebiet weiter begleitet, neue Maßnahmen und Pilotprojekte der Green Economy identifiziert und befördert und die Green Economy-Strategie kontinuierlich optimiert und umgesetzt werden, um auf diese Weise zu mehr Wachstum und Beschäftigung in der Stadt Bremerhaven beizutragen, so Oberbürgermeister Grantz.

Die Green Economy-Strategie wird mittlerweile von Akteuren wie der Handelskammer oder der Hochschule Bremerhaven getragen und in ihre strategische Ausrichtung aufgenommen. Weitere strategische Partnerinnen und Partner sind beispielsweise das Klimahaus 8°-Ost, bremenports, energiekonsens, die Geschäftsstelle „Umwelt Unternehmen“ oder das Climate Service Center des Helmholtz-Zentrums Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH (HZG). Mit der Klimaforschungseinrichtung Alfred-Wegener-Institut, dem Fraunhofer-Institut für Windenergie, dem Klimahaus 8°-Ost, der (Offshore-)Windbranche, aber auch mit der auf Nachhaltigkeit angewiesene Lebensmittelwirtschaft sowie den vielen klein- und mittelständische Unternehmen bieten sich zudem zahlreiche Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung der Strategie.

Hintergrund:
Einer aktuellen Prognoseberechnung des Umweltbundesamtes zufolge wurden in Deutschland 2017 insgesamt 904,7 Mio. Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Während die Emissionen im Energie-bereich, nicht zuletzt auch durch den Ausbau erneuerbarer Energien, deutlich zurückgingen, stiegen sie im Verkehrssektor und in der Industrie an. Es sind daher zusätzliche Maßnahmen nötig, um Deutschland auf Kurs in Richtung der Klimaziele zu bringen. 

Der Markt für Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz bleibt damit auf Expansionskurs. In den Bereichen umweltfreundliche Energieerzeugung, Energieeffizienz, Rohstoff- und Materialeffizienz, nachhaltige Mobilität, nachhaltige Wasserwirtschaft sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft bezifferte sich das Umsatzvolumen in Deutschland im Jahr 2013 auf 344 Mrd. €. Bis zum Jahr 2025 wird ein rasantes Wachstum auf 674 Mrd. € erwartet. Die Digitalisierung wird dabei eine wichtige Hebelwirkung entfalten: digitale Daten, Automatisierung, digitale Nutzerschnittstelle, und Vernetzung bilden die Grundlage für innovative Systeme, die zur Vermeidung, Minderung oder Beseitigung von Umweltbelastungen beitragen.

Seit März 2017 ist für eine Vielzahl von Unternehmen ein Nachhaltigkeitsbericht zur Pflicht geworden. Darüber hinaus vollzieht sich auch ein Bewusstseinswandel bei den Konsumenten und, unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben, auch im Unternehmensbereich: Immer mehr Kunden fordern Transparenz und Informationen über die bei der Produktion eingesetzten Stoffe und deren CO2 Bilanz, und auch Unternehmen wirtschaften heutzutage zunehmend nach dem Prinzip, negative Umweltauswirkungen ihres Handelns zu reduzieren. Die oben genannten Entwicklungen bieten daher insgesamt große Chancen für einen Strukturwandel, der zukunftsgerichtete, neue Arbeitsplätze schafft. In Bremerhaven wird dieser Trend im Rahmen des vom Bund, Land und der Stadt Bremerhaven geförderten Projektes „Green Economy“ aufgegriffen.

Kontakt

Projektleitung Green Economy
Annette Schimmel

Tel: (0471)9 46 46-620
Fax: (0471)9 46 46-890

E-Mail:
schimmel@bis-bremerh...

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