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Wirtschaftsförderung
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Ehemaligen Nordseegebäudes wird für das AWI saniert und umgebaut

24.05.2019, Autor: FBG/BIS
Grünes Licht für die Herrichtung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Nordsee GmbH durch Wirtschaftsdeputation und FBG-Aufsichtsrat
„Mit dem Umbau des alten Verwaltungsgebäudes der Nordsee GmbH, bringen wir nicht nur die Entwicklung im Quartier voran, wir schaffen auch weitere Entwicklungspotenziale für das AWI und Bremerhaven. Neben dem neuen Forschungsstandort werden für die Seestadt auch neue Arbeitsplätze geschaffen,“ zeigt sich Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sehr zufrieden, nach dem die bremische Wirtschaftsdeputation grünes Licht für den Umbau gegeben hat.
 
AWI Campus Teil des Entwicklungsgebietes Werftquartier
 
Das Gebäude in der Klußmannstraße soll als Teil des sich in Entstehung befindenden AWI-Campus in Zukunft Büros für die Forscher des Instituts beherbergen. „Damit ist ein weiterer Schritt zur Entwicklung des AWI-Campus im Entwicklungsgebiet des neuen Werftquartiers möglich“, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsrats der FBG Fischereihafen-Betriebsgesellschaft, Oberbürgermeister Melf Grantz.
Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von insgesamt knapp 7,5 Mio. €gehören der geplante Umbau und die Sanierung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Nordsee GmbH derzeit zu einem der größten Projekte der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft mbH (FBG). „Um die Finanzierung des Vorhabens zu ermöglichen, sind die Bewilligung durch die Wirtschaftsdeputation und durch unseren Aufsichtsrat die ersten wichtigen Schritte gewesen, um die Planung konkretisieren zu können“, sagt Petra Neykov, Geschäftsführerin der FBG.
 
Finanzierung mit Hilfe von EU-Fördermittel
 
Das ehemalige Nordsee-Verwaltungsgebäude ist Eigentum der Freien Hansestadt Bremen (Land), genauer: des Sondervermögens Fischereihafen Landseite, welches von der FBG verwaltet wird. Die FBG plant, bis zu 200 Büroarbeitsplätze im Gebäude einzurichten. Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) beabsichtigt, das Gebäude für die nächsten 20 Jahre anzumieten.
 
Das Vorhaben soll zu einem Teil durch Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Kofinanzierung durch das Land Bremen in Höhe von 50% der Fördersumme von insgesamt ca. 1,8 Mio. € finanziert werden. Der Förderantrag wurde nun, nach erfolgtem positiven Beschluss durch die Deputation, bei der bewilligenden EFRE-Stelle eingereicht. „Wir sind sehr zuversichtlich, die Fördermittel aus dem EFRE für die umfangreichen energetischen Maßnahmen am und im Gebäude zu erhalten und so einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen zu leisten, wobei wir gleichzeitig den Charakter des schützenswerten historischen Gebäudes beibehalten wollen“, betont Neykov. „Mit der geplanten energetischen Optimierung werden wir sogar den Niedrigenergiestandard für Neubauten gemäß der Energiesparverordnung (EnEV) 2009 erreichen.“ Zu diesem Zweck sollen u.a. eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert werden. Dies entspreche auch dem späteren Mieter: „Das AWI ist schließlich eine wichtige Institution zur Erforschung des Klimawandels.“ Die FBG übernimmt die Restfinanzierung in Höhe von etwa 5,7 Mio. €.
 
AWI wächst am Standort Bremerhaven
 
Das AWI benötigt dringend diesen weiteren Expansionsraum rund um den AWI-Campus, um auch weiterhin gemeinsam und übergreifend seine Forschungstätigkeiten in den verschiedensten Disziplinen ausüben zu können. Die Kapazitäten der bisherigen Liegenschaften des AWI-Campus in der Bussestraße und „Am Handelshafen“ waren schon vor einigen Jahren erschöpft und wurden daher bereits durch den Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der „Deutschen See“ durch die FBG, der vergangenes Jahr fertiggestellt wurde, sowie durch das Technikum auf dem Areal ergänzt. „Diese Entwicklung stärkt den Wissenschaftsstandort Bremerhaven und unterstreicht die Bedeutung der Forschung im Bereich Klimaschutz, die in unserer Stadt gut aufgehoben ist“, unterstreicht OB Grantz.
 
„Wir sind froh, dass wir nunmehr die Chance auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten und Flexibilität im Bereich des Schlüsselvorhabens „Technikum“ bekommen können“, so Dr. Karsten Wurr, Verwaltungsdirektor des AWI. „Die Nähe einerseits zum großen Gebäudekomplex Am Handelshafen als auch die unmittelbare Nähe zum zukünftigen Technikum und zu den Kollegen aus dem Fachbereich Klimawissenschaften, die im letzten Jahr das ehemalige Gebäude der Deutschen See in der Klußmannstraße bezogen haben, ist immens wichtig“, erläutert Wurr weiter.
 
Das AWI soll Mitte/Ende 2021 die neuen Räume beziehen können.
 
 
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