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Digitale Fischfeinkost: BIS fördert Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Delikatessenproduktion bei der Deutschen See GmbH

19.12.2019
Bei der Fischmanufaktur Deutsche See GmbH, einem der größten Lebensmittelproduzenten am Standort Bremerhaven, werden die Delikatessen nach wie vor in Handarbeit hergestellt. Ein Kooperationsprojekt mit dem Titel Manufaktur 4.0 soll nun erforschen, inwieweit sich die Feinkostproduktion mit Hilfe digitaler Prozesse nachhaltiger und ressourcenschonender als bisher gestalten lässt.
Partner im Projekt Manufaktur 4.0 sind neben der Deutsche See GmbH, die Hochschule Bremerhaven und das BIBA, Bremer Institut für Produktion und Logistik. Am vergangenen Dienstag war Dr. Diana Wehlau als Vertreterin der Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (SKUMS) nach Bremerhaven gekommen, um die Förderzusagen persönlich zu überreichen. Die Vorhabenkosten in Höhe von ca. 633.000 € werden mit ca. 224.000 € aus Mitteln des Umweltressorts und weiteren 270.000 € EU (EFRE)-Mitteln aus dem PFAU Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken unterstützt. Projektstart ist der 1. Januar 2020.
 
In den Räumen der Deutsche See GmbH wurde noch einmal deutlich, worum es den Beteiligten geht: In der Fischmanufaktur kommen die frisch angelieferten Rohwaren nach eingehender Qualitätskontrolle direkt in die Feinkostproduktion und werden von Hand und nach vorgegebenen Rezepturen verarbeitet. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz soll die digitale Produktionssteuerung nun künftig gleichbleibende Qualitäten sicherstellen.

Dazu gehören Vorgaben für den Wareneingang ebenso wie die Zutatenzugabe und die individuelle Verarbeitung unterschiedlicher Qualitäten.
 
Digitaler Zwilling
In Kooperation mit der Hochschule und dem BIBA wird ein sogenannter digitaler Zwilling der Feinkostproduktion aufgebaut. Hier werden Parameter wie Mengen, Rohstoffe, Rezepturen, sensorische Faktoren und vieles mehr aufgenommen und mittels Künstlicher Intelligenz verarbeitet. So kann der einzelne Produktionslauf im Voraus simuliert werden. Neben der gleichbleibenden Qualität hat das Forschungsvorhaben vor allem den schonenden Umgang mit Ressourcen zum Ziel. So ermöglicht die digitale Steuerung der Produktion auch eine genauere Planung der benötigten Rohstoffmengen und des logistischen Einsatzes. Lässt sich exakt voraussagen, wie viel Fisch benötigt und gekühlt werden muss, so entsteht weniger Abfall. Zudem ist der Energieverbrauch im Unternehmen transparent, planbarer und lässt sich reduzieren.

Das Kooperationsprojekt wird von der Antragstellung bis zum Abschluss eng durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH begleitet. BIS Geschäftsführer Nils Schnorrenberger: „Manufaktur 4.0 steht für einen Wissenstransfer, wie er in Bremerhaven äußerst erfolgreich praktiziert wird. Tür an Tür. Für viele Anforderungen, die für die Lebensmittelindustrie eine Hürde in der Umsetzung darstellen, finden sich in Kooperationen mit den örtlichen Institutionen gangbare Lösungen, sei es für die Produktentwicklung, Analyse, Verarbeitung, Einlagerung oder den Transport von Lebensmitteln.“

Im PFAU-Programm werden Projekte gefördert, die der Entwicklung, Anwendung und Verbreitung von Umweltinnovationen dienen oder die positiven Auswirkungen auf die Umwelt haben. Dabei sollen insbesondere der sparsame Einsatz von Materialien und Energie, die Vermeidung bzw. Verminderung von Emissionen, Abfall und Abwasser bzw. die Wiederverwertung eingesetzter Materialien unterstützt werden.
 
Bildnachweis: Deutsche See/ Martina Buck
 
 

Kontakt

Umweltförderung / Investitionsförderung
Guido Ketschau

Tel: (0471) 9 46 46-741
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
ketschau@bis-bremerhaven.de

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