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#denkraumbremerhaven nimmt Fahrt auf

28.07.2020, Autor: BIS Wirtschaftsförderung
Virtuelle Veranstaltungsreihe #denkraumbremerhaven der BIS Wirtschaftsförderungsgesellschaft widmet sich im 2. Vertiefungsworkshop dem Thema „Wirtschaft“ – Pop-Up-Denkraum öffnet in den Havenwelten

Viel kreativer Input und Ideen, Quer-, Voraus und Mitdenken – das hat auch den 2. Vertiefungsworkshop in der Reihe #denkraumbremerhaven der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS ausgezeichnet. In der virtuellen Veranstaltung widmeten sich zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger diesmal dem Thema Wirtschaft. In der Diskussion per Video und Tastatur wurde deutlich, dass das unternehmerische Handeln künftig vor allem eines sein muss: nachhaltig. Das gilt auch für den #denkraumBremerhaven und die dabei entwickelten Ideen und Initiativen. Sie werden auf einer Internet-Plattform und in einem physischen PopUp-Denkraum in den Havenwelten weiterentwickelt.

Wirtschaft weitergedacht

Beim Kick-Off des #denkraumbremerhaven Mitte Mai waren einige Fragen im Themenbereich Wirtschaft aufgeworfen worden: Wie können wir die Themen „nachhaltiges Wirtschaften“ und „Klimastadt“ mit noch mehr Leben füllen? Wie können wir vorhandene Talente sichtbar machen und Kreative anlocken? Wie können wir Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft stärker verknüpfen? Wie können Einzelhandel und kleine Unternehmen gestärkt werden? Wie können wir die Arbeitgeber-Attraktivität der lokalen Unternehmen erhöhen?

Dazu sammelten, diskutierten und kommentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Vertiefungsworkshops nun rund 40 neue Ideen und Konzepte. Im Laufe der rund 150 Minuten wurden daraus einige schon sehr konkrete Initiativen entwickelt, etwa zur künftigen Nutzung des Karstadt-Gebäudes in der Bremerhavener Innenstadt, zum nachhaltigen Gewerbegebiet Lune Delta oder zu einer gemeinsamen Präsenz der Bremerhavener Unternehmen im Internet.

Impulse für die Diskussion

Die Diskussion ins Rollen brachten diesmal Stephanie Borgert – die Ingenieur-Informatikerin, Managementberaterin, Autorin und Rednerin war aus Münster zugeschaltet – sowie in Bremerhaven live vor Ort Dr. Simone Eick, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses, Ann-Cathrin Scheider, Lehrbeauftragte und Team-Coach im Studiengang „Gründung Innovation Führung“ der Hochschule Bremerhaven, und Insa Rabbel für die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS).

Nachhaltigkeit statt ewigen Wachstums

Wie die Corona-Krise stellte auch Stephanie Borgert altbewährte Wirtschaftsweisheiten auf den Prüfstand. In ihrem Impulsvortrag zum #denkraumbremerhaven ging sie der Frage der Nachhaltigkeit in einem Wirtschaftssystem nach. „Wir glauben, dass Wachstum immer die Antwort ist – und zwar egal, auf welche Frage und welches Problem“, sagte sie. Am Modell „Fischfang“ zeigte sie, dass das gerade in der Corona-Zeit oft wiederholte Mantra vom „ewigen Wachstum“ aber zu kurz denkt – und eben nicht auf Dauer und nachhaltig funktioniert. Selbst der oft ins Feld geführte dynamische Preis und der Markt könnten dieses System nicht regulieren, da es immer Menschen gebe, die sich die selten und damit teuer gewordenen Arten leisten können.

„Ein nachhaltiges System braucht ein sinnvolles, erstrebenswertes Ziel und eine Definition von ‚Genug‘“, führte Borgert aus. Weiterhin bedürfe es transparenter Informationen, etwa zur Zusammensetzung des Preises.Nachhaltigkeit brauche einen fortlaufenden Diskurs über die individuelle und gesellschaftliche Verantwortung, um „Moral und gesunden Menschenverstand“ im System zu integrieren – zwei Stellschrauben, die in auf Wachstum ausgelegten Wirtschaftsmechanismen fehlen.

Digitale Strategien sind nur Ergänzung

In der Corona-Krise besonders stark auf die Probe gestellt wurde der Tourismus. Das Deutsche Auswandererhaus habe während des Lockdowns viel bewegt im virtuellen Bereich, verwies Dr. Simone Eick besonders auf die Mitarbeit im Projekt „Museum 4.0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“. Aber das könne immer nur eine Ergänzung sein: „Ein Museum muss man mit allen Sinnen genießen.“

Darum habe es ihr und dem engagierten Team des Auswandererhauses „viel Kraft geschenkt, dass wir während der Schließung des Museums gleichzeitig nebenan mit der Baustelle für unseren Erweiterungsbau an der Zukunft weiterarbeiten konnten“. Die Museumsdirektorin ist sicher: „Unser Konzept eines Museums wird auch in der Zukunft nach Corona funktionieren.“

Noch viel ungenutztes Potenzial

„Mehr Menschen“ wünschte sich Ann-Cathrin Scheider, Lehrbeauftragte und Team-Coach im Studiengang „Gründung Innovation Führung“ (GIF) der Hochschule Bremerhaven – ausdrücklich auch im Namen ihrer Studierenden. Nicht nur junge Studentinnen und Studenten, sondern allgemein „mehr Menschen, die kulturinteressiert sind, die Lust haben, etwas zu bewirken und mitzumachen“, konkretisierte sie. Bremerhaven und die Bremerhavener Wirtschaft seien sehr offen und kooperationsbereit, teilte Scheider ihre Erfahrungen. „Es gibt in der Stadt noch so viel ungenutztes Potenzial für unternehmerisches Handeln, für Privatinitiativen, für Win-Win-Situationen.“

Kreative Köpfe zusammenbringen

„Es gibt so viele kreative Köpfe in der Stadt mit tollen Ideen, viele Menschen, die Initiative zeigen“, pflichtete auch Insa Rabbel bei. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS wolle diese „vorhandene Qualität in der Stadt fördern und bündeln, die richtigen Menschen stärker zusammenbringen“. Das sei eine Kernidee des #denkraumbremerhaven, als ein solcher Netzwerk- und Anlaufpunkt zu fungieren. „Und wenn unser Know-how als Wirtschaftsförderung gefragt ist, unterstützen und begleiten wir natürlich auch gerne darüber hinaus“, ermutigte sie.

Virtuelle Zusammenarbeit

Ganz in diesem Sinne sollen die Ideen des #denkraumbremerhaven nicht nur kurzlebige Gedankenspiele bleiben, sondern nachhaltige Initiativen werden, die Bremerhaven voranbringen. Darum werden sie auf der Internet-Plattform des Bremer Nextpractice-Instituts gespeichert, um dort die weitere Kommunikation, Kooperation und Vernetzung zu ermöglichen. Beim 1. Vertiefungsworkshop hatten sich bereits einige Teilnehmer für eine solche konkretere Mitarbeit begeistern können.

Realer Denkraum in den Havenwelten

Ab 28. Juli wird der #denkraumbremerhaven zusätzlich auch in der realen Welt verankert. Immer dienstags und donnerstags, je von 16 bis 18 Uhr, finden engagierte Denkerinnen und Denker im t.i.m.e.-Port III direkt am Neuen Hafen Gleichgesinnte. Im persönlichen Gespräch können hier Ideen gesammelt und Initiativen engagiert weiterentwickelt werden.

Nächster Vertiefungsworkshop am 28. August

Der nächste Vertiefungsworkshop des #denkraumbremerhaven am Freitag, 28. August, um 14 Uhr wird sich schließlich der Entwicklung einer Zukunftsvision für die Stadt widmen. Wenn es die Pandemie-Situation erlaubt, soll diese Veranstaltung erstmals die virtuelle und die physische Komponente des #denkraumbremerhaven zusammenbringen. Dann können die Quer-, Voraus- und Mitdenker zugleich vor Ort und via Internet an der Zukunft Bremerhavens zusammenarbeiten.

Weiterführende Links

- Der #denkraumbremerhaven ist beheimatet unter: https://denkraum.bis-bremerhaven.de/. Alle bisherigen Vorträge, Interviews, Ideen und Initiativen  sowie auch die Anmeldung zu den bisher gegründeten Initiativen auf der Plattform sind über den Link auf der Webseite  „Hier geht´s zum #denkraumbremerhaven“ abrufbar.

 

Kontakt

Leiterin Stabstelle Standortmarketing
Insa Rabbel

Tel: (0471) 9 46 46-926
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
rabbel@bis-bremerhaven.de

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