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#denkraumbremerhaven geht in die Tiefe

24.06.2020
Virtuelle Veranstaltungsreihe #denkraumbremerhaven der BIS Wirtschaftsförderungsgesellschaft fortgesetzt – Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren bei 1. Vertiefungsworkshop zum Thema „Organisation gesell-schaftlicher Entwicklung“

#denkraumbremerhaven geht in die Tiefe

Virtuelle Veranstaltungsreihe #denkraumbremerhaven der BIS Wirtschaftsförderungsgesellschaft fortgesetzt – Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren bei 1. Vertiefungsworkshop zum Thema „Organisation gesellschaftlicher Entwicklung“

Wann, wenn nicht jetzt? Das Jahr 2020 und die Corona-Pandemie samt Lockdown stellen Altbewährtes auf den Prüfstand. Darum ist jetzt die Zeit, die Weichen für die Zukunft Bremerhavens zu stellen. Die BIS Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat zu diesem Zweck den #denkraumbremerhaven ins Leben gerufen. Beim 1. Vertiefungsworkshop in der vergangenen Woche haben viele engagiere Bürgerinnen und Bürger virtuell am Themenfeld „Organisation gesellschaftlicher Entwicklung“ mitgearbeitet. Am Donnerstag, 16.07.2020, geht es weiter – mit Tiefgang und Weitblick.

Der Kick-Off mit dem Zukunftsforscher Matthias Horx am 15. Mai hat mit einem Blick auf das große Ganze die Grundlagen geliefert. Die mehr als 110 Ideen zur Zukunft Bremerhavens, die damals mehr als 300 Teilnehmer zusammengetragen haben, wurden gewichtet und in drei Kategorien eingeteilt. Der 1. Vertiefungsworkshop des #denkraumbremerhaven widmete sich der „Organisation gesellschaftlicher Entwicklung“.

Funktionierende Netzwerke in Bremerhaven

Zwei Paradebeispiele für bürgerliches Engagement gaben per Videokonferenz mit Moderator Frank Schomburg von der Bremer nextpractice GmbH die Impulse für diesen 1. Vertiefungsworkshop: Nicole Wind, Schulleiterin der Oberschule am Ernst-Reuter-Platz in Lehe, sowie Martin Schüring, Leiter Innovation des Technologie Transfer Zentrums (ttz) Bremerhaven.

In ihrem Schulalltag an der Hafenstraße, so Nicole Wind, sei auch fernab des Unterrichts eine enge Zusammenarbeit mit den Kindern und ihren Familien notwendig, um die Bildung der Kinder zu ermöglichen. „Unser Ziel ist es letztlich, die Schüler in Ausbildung zu bringen. Dann sind die Schüler erfolgreich, dann ist die Schule erfolgreich, dann ist Bremerhaven erfolgreich.“ Darum investierten sie und ihre Kollegen viel Zeit in das Netzwerken im Bereich der Berufsorientierung – mit Firmen, Handwerkern, der BIS und besonders auch mit dem „Netzwerk Schule, Wirtschaft, Wissenschaft“.

Eine Frage der Koordinierung

Martin Schüring hat im vergangenen Jahr angefangen, sich „in die Stadtentwicklung ein bisschen einzumischen“, um seine Erfahrungen mit dem Thema Kreislaufwirtschaft einzubringen – Bremerhaven nicht nur als Klimastadt, sondern als Kreislaufstadt, als Stadt mit Zukunft, lautet seine Vision. „Es gibt bereits viele engagierte Leute in der Stadt und eine interessante Kreativ- und Kulturszene“, ist Schüring überzeugt. Oft renne man offene Türen ein. „Aber da kann man noch viel mehr herausholen“, meint er. Es sei letztlich nur eine Frage der Koordinierung – über Grenzen und Branchen hinweg.

Nicole Wind teilt diese Erfahrung: „Wenn man Menschen direkt anspricht, sind sie meistens bereit zu helfen und mitzuarbeiten.“ Ihr jüngstes Projekt „Bildungsbuddies“, bei dem Studierende der Hochschule Bremerhaven sich um die Bildung von Schülerinnen und Schülern kümmern und dafür mietfrei in einer Studentenwohnung der Städtischen Wohnungsgesellschaft Stäwog wohnen dürfen, habe sie mit den beiden Partnern innerhalb nur eines Jahres verwirklichen können. „Das spricht für das Netzwerken und für Bremerhaven.“

Martin Schüring bereitet derzeit einen von sieben Regionaldialogen zur Hightech-Strategie 2025 des Bundesforschungsministeriums vor. „Unter Hightech verstehen wir sozio-kulturelle Innovationen, vereinfacht gesagt also alles, was die Gesellschaft und das Leben schöner macht“, warb er auch hier für eine breitgefächerte Beteiligung in Bremerhaven.

Gemeinsam denken und arbeiten

Der Schwerpunkt des #denkraumbremerhaven – insbesondere bei den Vertiefungsworkshops – liegt auf der interaktiven Zusammenarbeit aller Teilnehmer. Dabei wurden die höchstbewerteten Fragestellungen zur „Organisation gesellschaftlicher Entwicklung“ aus dem Kick-Off bearbeitet: Stärkere Involvierung der Bürgerinnen und Bürger in kreative Prozesse, virtuelle und reale Begegnungsräume, bessere Nutzung der Vielfalt in der Stadt, Stärkung der Gemeinschaft und nicht zuletzt Verstetigung des begonnenen Entwicklungsprozesses.

Beteiligung ohne Schwellenangst

Eine halbe Stunde lang konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen beitragen, andere Ideen bewerten und kommentieren, über Vorschläge diskutieren – völlig anonym und darum ohne jede Schwellenangst. Im zweiten Schritt wählte jeder aus dem Fundus von neuen Ideen für jeden Bereich jene aus, die ganz allgemein weiterverfolgt und konkretisiert werden sollten. Die resultierende Liste der Top-15 konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann noch einmal persönlich priorisieren: Welche Vorschläge interessieren mich, wo möchte ich mich weiter engagieren?

Nachhaltiges Engagement

Auf Basis dieser Präferenzen wurden Arbeitsgruppen zusammengestellt, die konkrete Initiativen entwickeln sollten. Dabei ging der 1. Vertiefungsworkshop im Rahmen des #denkraumbremerhaven schon sehr ins Detail: Welche Herausforderungen stellen sich der Initiative? Was sind die nächsten Schritte zur Umsetzung? Welche Mitstreiter sollen angesprochen werden? An diesem Punkt war es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch möglich, aus der Anonymität zu treten und sich namentlich und per Videokonferenz mit den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe auszutauschen.

Erste Schritte für neue Initiativen

Besonders populär waren die Initiativen, die einen kontinuierlichen Austausch auf einer gemeinsamen digitalen Plattform ermöglichen und engagierte Menschen und Projekte zusammenbringen sollen. Andererseits war es einer der Arbeitsgruppen auch wichtig, eine positive Berichterstattung – sowohl nach Innen als auch nach Außen – auf den Weg zu bringen. Eine Initiative möchte diesen virtuellen Austausch auch um einen realen, physischen Raum ergänzen, eine möglichst zentral gelegene Anlaufstelle für neue Ideen und engagierte Bürgerinnen und Bürger. In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es dafür zahlreiche Anknüpfpunkte zu bereits bestehenden Initiativen gibt. Und dass sich der #denkraumbremerhaven der BIS Wirtschaftsförderungsgesellschaft ideal als Grundlage für diese Initiativen anbietet.

Viel positives Feedback

„Schon nach dem 1. #denkraumbremerhaven, unserer ersten rein digitalen Veranstaltung, haben wir viel positives Feedback erhalten“, freut sich Insa Rabbel, die bei der BIS in den Bereichen Standortmarketing und Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. „Wir verstehen uns als Impulsgeber für den #denkraum, wir wollen eine Plattform für den gesellschaftlichen Austausch schaffen“, erläuterte sie. „Wir können und wollen hier Begleiter, Koordinator, Türöffner und Unterstützer sein.“ Denn gerade auch die „weichen Faktoren“ in der Stadt prägen die tägliche Arbeit einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Weiterdenken

Die Reihe #denkraumbremerhaven wird am Donnerstag, 16.07.2020, um 16:30 Uhr sowie am Freitag, 28.08.2020, um 14:00 Uhr mit den Themenfeldern „Förderung wirtschaftlicher Entwicklung“ und „Entwicklung einer Zukunftsvision“ fortgesetzt. Je nach Situation der Corona-Pandemie werden die Veranstaltungen rein virtuell oder als eine Mischung aus Präsenz und virtueller Diskussion angelegt.

Pressekontakt:

BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH

Insa Rabbel

Telefon: 0471 - 94646-926

E-Mail: rabbel@bis-bremerhaven.de

Kontakt

Leiterin Stabstelle Standortmarketing
Insa Rabbel

Tel: (0471) 9 46 46-926
Fax: (0471) 9 46 46-690

E-Mail:
rabbel@bis-bremerhaven.de

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